VAK-News

Neu bei VAK: Der Selbstheilungsnerv

10. Oktober 2018

„In der Ruhe liegt die Kraft“ – diese scheinbar banale Redensart kommt aus der Erkenntnis, dass Ruhelosigkeit und Stress den Menschen lähmen und viele körperliche und seelische Beschwerden verursachen, etwa Migräne, Verdauungsbeschwerden, Herz-Rhythmus-Störungen oder Ängste und Depressionen.
Anspannung und Stress werden durch einen Teil des vegetativen Nervensystems gesteuert, der Sympathikus genannt wird. Damit wir uns erholen können, muss also der Gegenspieler aktiviert werden: Der Parasympathikus sorgt für Entspannung, Regeneration und „Auftanken“. Im parasympathischen Nervensystem ist vor allem der vordere Ast des Vagusnervs gefragt der ventrale Vagusnerv , der Signale besonders schnell weiterleiten kann und daher eine maßgebliche Rolle spielt für unser soziales Kommunikationssystem, für die Zugewandtheit hin zu anderen Menschen und für das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.
Nicht selten kommt es heutzutage aufgrund von anhaltendem Stress und chronischer Überforderung jedoch zu einer Blockierung dieser heimlichen Schaltzentrale im menschlichen Nervensystem. Ist die Funktion des ventralen Vagusnervs gestört, kann sich auch der Körper nicht mehr erholen, er bleibt gefangen in der Überreizung und zahlreiche Krankheiten sind die Folge.
Stanley Rosenberg hat in seiner mehr als 30-jährigen Erfahrung als Körpertherapeut erkannt, dass der Vagusnerv die Hauptrolle für unsere körperliche und seelische Gesundheit spielt. Er erklärt die Zusammenhänge im Körper und die essenzielle Bedeutung des Vagusnervs für unsere Gesundheit und stellt acht Übungen vor, um den Vagusnerv zu aktivieren und Blockaden zu lösen. Auch eine Verbindung zwischen einer gestörten Vagusfunktion und autismusbedingtem Verhalten scheint sich abzuzeichnen; hier eröffnet der Autor neue Möglichkeiten für die Autismus-Therapie.
Diese praktische umsetzbare Anleitung zeigt Betroffenen, Ärzten, Psychologen, Körpertherapeuten und Angehörigen, wie sich die Funktion des Vagusnervs maximieren lässt. So finden Körper und Seele in einen Zustand von Sicherheit zurück, in dem die Selbstheilungskräfte, die in jedem Menschen angelegt sind, von ganz alleine wieder ihre Wirkung entfalten.

Das Buch und eine Leseprobe finden Sie hier im VAK-Shop.

10. Oktober

2018

Neu bei VAK: Arthritis heilen

28. Juni 2018

Rheumatische Erkrankungen gehören zu den am weitesten verbreiteten Krankheiten. So betrifft zum Beispiel rheumatoide Arthritis, die häufigste Autoimmunerkrankung, etwa 68 Millionen Menschen weltweit. Normalerweise wird Arthritis mit starken, darmschädigenden und immunsupprimierenden Schmerzmitteln behandelt, die zwar die Schmerzen lindern, aber nicht die Grundursache beheben. Im Gegenteil – durch die Schädigung der Darmgesundheit verschlechtern sie eine Aussicht auf Heilung, denn die Voraussetzung für gesunde Gelenke ist ein gesunder Darm.
Die innovative, ernährungsbasierte Methode, die die Ärztin Dr. Susan Blum hier vorstellt, zielt daher auf eine Beseitigung von Entzündungsherden, die im Darm entstehen und direkten Einfluss auf die Gelenke haben.Das führt zu einer Besserung oder sogar Heilung der rheumatischen Beschwerden – natürlich, dauerhaft und ohne Medikamente!

Weitere Informationen sowie eine Leseprobe finden Sie hier.

28. Juni

2018

Gesunder Darm – gesunde Gelenke: Der Zusammenhang zwischen Darmbakterien und Gelenkschmerzen

28. Juni 2018

Wissenschaftliche Forschungen belegen, dass unsere Darmgesundheit ausschlaggebend für die Funktion unseres Immunsystems ist. Das sogenannte Mikrobiom – die Gesamtheit der Bakterien unserer Darmflora – spielt auch eine entscheidende Rolle bei Autoimmunerkrankungen, zu denen rheumatische Erkrankungen wie Arthritis zählen.

Über tausend verschiedene Bakterienarten besiedeln unseren Darm. Sie helfen bei der Verdauung, verwerten lebenswichtige Nährstoffe und schützen vor krankmachenden Organismen. Damit unsere Immunabwehr problemlos funktioniert, müssen alle diese Bakterienarten in unserem Mikrobiom im Gleichgewicht sein. Gerät die Bakterienvielfalt aus der Balance, indem etwa zu viele schädigende Bakterien die Oberhand gewinnen oder zu wenig erwünschte Arten vorhanden sind, kann das Krankheiten und die Entstehung von Entzündungsherden begünstigen.
Der Rheumatologe Dr. José Scher von der University of New York stellte 2013 in einer Studie fest, dass im Darm von Rheuma-Patienten ein bestimmtes Bakterium viel häufiger nachgewiesen werden konnte, als bei gesunden Menschen. Die genauen Mechanismen sind zwar noch nicht erforscht, doch offenbar besteht ein Zusammenhang zwischen der vermehrten Ausbreitung dieses bestimmten Bakterienstamms und dem Ausbruch der Erkrankung. Scher geht davon aus, dass das Bakterium Prevotella copri eine Immunreaktion in Gang setzt, die an Gewebe weitergeleitet wird und schließlich Gelenkschmerzen verursachen kann. Eine weitere Studie ergab, dass bei Personen mit einer erhöhten Anzahl an Prevotella copri-Bakterien zugleich eine reduzierte Anzahl an Bakteroides fragilis nachgewiesen wurde, gutartigen Bakterien, die das Immunsystem positiv beeinflussen.
Die Forscher untersuchen daher nun, ob und wie zukünftig mit einer gezielten Gabe bestimmter Bakterien Immunkrankheiten bekämpft werden können.
Ein funktionierendes Mikrobiom spielt also eine entscheidende Rolle in der Behandlung von entzündlichen Gelenkerkrankungen. Daher können eine gezielte Ernährungsumstellung sowie eine Veränderung des Lebensstils helfen, die Erkrankung erfolgreich zu bekämpfen. Für ein optimales Gleichgewicht im Darm sorgt ballaststoffreiche Ernährung gepaart mit gesunden Proteinen und Fetten. Förderlich ist zudem der Verzehr von Milchsäurebakterien bzw. Probiotika, die zum Beispiel in fermentierten Lebensmitteln wie Sauerkraut, Brottrunk oder Kombucha enthalten sind. Sogenannte Präbiotika fördern die Darmgesundheit, indem sie gute Darmbakterien „füttern“. Sie sind in ballaststoffreichen Nahrungsmitteln wie Lauch, Äpfeln, Zwiebeln und Knoblauch enthalten. Besonders wertvoll ist der Ballaststoff Inulin, der etwa in Chicorée, Pastinaken und Artischocken vorkommt.
Da unser Darm sensibel auf unsere psychische Verfassung und unsere Lebensumstände reagiert, sind auch ausreichend Schlaf und regelmäßige Auszeiten zur Erholung und Entspannung grundlegend für eine gesunde Darmflora.

28. Juni

2018