VAK-News

Was unser Gehirn krank macht

28. Juni 2018

Störungen der Gehirnfunktionen sind auf dem Vormarsch. Dazu zählen unter anderem Konzentrationsstörungen, Störungen der Merkfähigkeit, Wortfindungsstörungen, Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis oder ein „vernebeltes Gehirn“. Heutzutage entwickelt nicht nur jeder achte Senior Alzheimer, sondern auch bei jedem achten Kind werden Entwicklungsstörungen des Gehirns wie Autismus, ADHS oder ADS diagnostiziert. Weltweit gibt es schätzungsweise 24 Millionen Fälle von Demenz und diese Zahl verdoppelt sich laut einer Prognose alle 20 Jahre, zumindest bis zum Jahr 2040. Doch auch Angsterkrankungen und Depressionen sind weit verbreitet. Symptome wie schlechter Schlaf und Stimmungsschwankungen werden häufig als „Allerweltssymptome“ abgetan, sind aber tatsächlich bereits Anzeichen eines gesundheitlich beeinträchtigten Gehirns.

Eine Depression, die nicht mit einem schwerwiegenden emotionalen Auslöser einhergeht, ist zum Beispiel ein Zeichen dafür, dass das Gehirn nicht mehr richtig arbeitet. Bestimmte Nervenimpulse des Frontallappens funktionieren nicht mehr, wie sie sollen. Um die Depression zu überwinden und darüber hinaus das Gehirn vor Degeneration zu schützen, ist es daher wichtig, die Gehirngesundheit zu verbessern.
Funktionsstörungen des Gehirns und ein Abbau der Gehirnleistung können durch viele Faktoren ausgelöst und beeinflusst werden.
Heftige Stimmungsstimmungen in den Wechseljahren bzw. in der Andropause, dem männlichen Pendant, sind zum Beispiel Folgen der hormongesteuerten Schwankungen in der Gehirnchemie. Diese Symptome sind so allgegenwärtig, dass sie von vielen Menschen für normal gehalten werden, doch das sind sie nicht. Sowohl die Menopause als auch die Hormonstörungen beim Mann schaffen das Milieu für eine frühe Gehirndegeneration, der anfänglich eine mangelhafte Gehirnleistung vorausgeht.
Schilddrüsenschädigungen können sich ebenfalls massiv auf unsere Gehirnfunktion auswirken. Sie sind häufig verantwortlich für Gedächtnisausfälle, Depressionen, Ängste und andere Auffälligkeiten bei der Gehirnleistung und beschleunigen neuronale Degenerationsprozesse.
Auch Nahrungsbestandteile wie Gluten, Fastfood, das viele freie Radikale enthält sowie ein Mangel an Antioxidantien und essenziellen Fettsäuren durch eine falsche Ernährungsweise können Gehirnverfall fördern. Ein stets schwankender Blutzuckerspiegel, durch zu viele Süßigkeiten, zu häufige Snacks und einen zu hohen Anteil stärkehaltiger Lebensmittel auf dem täglichen Speiseplan, kann zur Unterversorgung des Gehirns führen. Um optimal funktionieren zu können, benötigt unser Gehirn in erster Linie Glukose. Ein Unterzucker im Blut sorgt automatisch für eine schlechte Versorgung unseres Gehirns und führt langfristig zur Zerstörung von Nervenzellen. Wichtig ist es daher nicht nur, darauf zu achten, ausreichend "gute" Kohlenhydrate zu sich nehmen, die für einen langsamen aber stetigen Anstieg des Blutzuckerspiegels sorgen, sondern auch sicherzustellen, dass der Körper genügend Insulin herstellen kann, um die Glukose an die Körperzellen zu verteilen.
Zusätzlich bieten viel Stress und unsere weit verbreitete sitzende Lebensweise den idealen Nährboden für ein allmähliches Versagen unserer Gehirnfunktionen. Eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff durch Kreislaufstörungen oder einen Mangel an Eisen und bestimmten B-Vitaminen kann ebenfalls zum Abbau beitragen. Auch eine Entzündung der Blutgefäße im Gehirn kann den Blutfluss im Gehirn entscheidend stören.
Neue Forschungsergebnisse zeigen zudem, dass es Wechselwirkungen zwischen der Darmflora und Erkrankungen des Gehirns gibt. Diese Verbindung, die sogenannte Darm-Hirn-Achse, wurde im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen wie Parkinson, Alzheimer und Multipler Sklerose untersucht. Es hat sich gezeigt, dass die Zusammensetzung der Darmflora sowohl schützende als auch krankmachende Effekte auf unsere Gesundheit haben kann. Beispielsweise besitzen Patienten, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, eine deutlich geringere Vielfalt an Bakterien als gesunde Menschen. Das Mikrobiom im Darm und verschiedene Ernährungsfaktoren haben maßgeblichen Einfluss auf Entzündungsprozesse im Körper und damit auch auf die Zellalterung.
Der Mensch lebt zwar länger als je zuvor, ist jedoch aufgrund der fortgeschrittenen Degeneration des Gehirns weniger leistungsfähig. Dabei ist es möglich, das Gehirn bis ins hohe Alter funktionstüchtig zu halten und Krankheiten vorzubeugen, bevor sie entstehen. Die funktionelle Medizin, ein Zweig der Medizin, der sich ganzheitlich um gesundheitliche Belange kümmert, betrachtet die Gesundheit des Gehirns und die Gesundheit des Körpers als Einheit. Das Ziel ist negativen Entwicklungen entgegensteuern bevor es zu irreversiblen Erkrankungen kommt.

28. Juni

2018

Neu bei VAK: Was ist bloß mit meinem Gehirn los?

28. Juni 2018

Gedächtnisverlust, Konzentrationsstörungen, Erschöpfung – von all diesen Symptomen sind immer mehr junge Menschen betroffen, obwohl sie eigentlich als typisch für „das Alter“ gelten. Die Ursache? Industriell verarbeitete Nahrungsmittel, chronischer Stress, eine gestörte Darmfunktion und hormonell wirksame Umweltgifte beeinträchtigen nicht nur den Körper, sondern auch die Funktionsfähigkeit des Gehirns. Bestsellerautor Datis Kharrazian stellt einfache, aber wirkungsvolle Strategien vor, wie man dem schleichenden Absterben der Gehirnzellen bewusst und rechtzeitig entgegensteuern kann. Dafür verknüpft er im Sinne der funktionellen Medizin wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Neurobiologie mit Methoden der Naturheilkunde zu einem ganzheitlichen Ansatz.
Erfahren Sie, was Sie wissen müssen, um ein „gehirngesundes“ Leben zu führen und die Funktionsfähigkeit des Gehirns bis ins hohe Alter zu erhalten.

Weitere Informationen sowie eine Leseprobe finden Sie hier.

28. Juni

2018

Kaffeetrinken macht Teamwork konstruktiver

28. Juni 2018

Kaffee erfreut sich weltweit größter Beliebtheit. Kein Wunder, gilt das Getränk doch nach wie vor als Wachmacher. Zudem genießt Kaffee wieder einen guten Ruf. Inzwischen gibt es nämlich zahlreiche Studien die das Heißgetränk sogar als Gesundmacher bewerten. Er soll unter anderem vor chronischem Stress schützen, die Blutgefäße reinigen und das Gedächtnis stärken.
Eine neue Studie von Wissenschaftlern um Vasu Unnava von der University of California warf nun erstmals einen Blick auf die Auswirkungen von Kaffeegenuss auf das Gruppenverhalten. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass uns Kaffeetrinken bei der Teamarbeit leistungsfähiger und konstruktiver macht. In Zukunft darf es also vor einer wichtigen Besprechung gerne heißen: Erst mal einen Kaffee.

Die Studie verlief in zwei Stufen. Zuerst wurden 72 Studenten zu einer Gruppendiskussion eingeladen. Die eine Hälfte der Probanden wurde gebeten, zuerst an einer vermeintlichen Kaffeeprobe teilzunehmen. Nach einer halben Stunde diskutierten dann alle Teilnehmer gemeinsam in Gruppen von je 5 Personen über ein kontroverses Thema (Occupy-Bewegung). Im Anschluss wurden sie gebeten, die eigenen Diskussionsbeiträge sowie die Gesprächsbeiträge der Teamkollegen zu bewerten.
Das Ergebnis: Die Probanden, die vor der Diskussionsrunde Kaffee getrunken hatten, bewerteten sich selbst und ihr Team besser als diejenigen, die im Vorfeld nicht an der Verkostung teilgenommen hatten.
In der zweiten Runde tranken 62 Versuchsteilnehmer zu Beginn Kaffee, die eine Hälfte normalen, die andere Hälfte entkoffeinierten Kaffee, ohne das zu wissen. Danach fand wieder eine Gruppendiskussion statt. Die Probanden, die koffeinhaltigen Kaffee getrunken hatten, schätzten sich selbst und ihre Kollegen im Anschluss in einem ausführlichen Interview positiver und aufmerksamer ein, als diejenigen Teilnehmer die entkoffeinierten Kaffee getrunken hatten. Überraschend: Das Koffein verbesserte nicht nur die subjektive Einschätzung der Probanden. Die Wissenschaftler werteten im zweiten Versuchsdurchgang auch die Häufigkeit der Wortmeldungen der einzelnen Teilnehmer sowie die Qualität der einzelnen Beiträge aus. Tatsächlich waren Anzahl und Qualität der Diskussionsbeiträge der Kaffeetrinker deutlich besser. Die Teilnehmer, die Kaffee mit Koffein getrunken hatten, redeten insgesamt mehr, lieferten relevantere Beiträge und blieben gleichzeitig stärker auf das Thema fokussiert.
Koffein macht demnach offenbar nicht nur aufmerksam, sondern auch konstruktiv. „Wir vermuten, dass Menschen, die sich wacher fühlen, auch mehr beitragen oder es zumindest so empfinden und dies auch bei anderen so wahrnehmen", erklärt der Ko-Autor der Studie Amit Singh von der Ohio State University.
Sogar der Teamgeist wurde durch koffeinhaltigen Kaffee geweckt: Diejenigen Teilnehmer mit Koffein im Kaffee wünschten sich häufiger, erneut mit ihrem Team zusammenzuarbeiten.
Einen Versuch ist es also wert, vor der nächsten wichtigen Besprechungsrunde oder dem Team-Meeting erst einmal eine Runde Kaffee auszuschenken.

28. Juni

2018