VAK-News

Rezept-Tipp: Würzige Mangold-Tarte

28. Juni 2018

Das leckere Blattgemüse macht sich auch hervorragend in einer herzhaften Tarte, verfeinert mit würzigem Bergkäse. Die Tarte kann warm oder kalt gegessen werden – ideal für ein Picknick im Grünen oder als Mitbringsel zur nächsten Einladung.

Sie benötigen eine Tarteform oder Springform (28 cm Durchmesser):

Für den Teig:
250 Gramm Mehl
125 Gramm Butter
1 Ei
1 Prise Salz

Für den Belag:

500 Gramm Mangold
2 kleine Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
250 ml Schlagsahne
100 ml Milch
3 Eier
100 Gramm fein geriebener Bergkäse oder anderer würziger Hartkäse
Zum Abschmecken: Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Verkneten Sie Mehl, Butter, das Ei und eine Prise Salz zügig zu einem geschmeidigen Teig und kühlen ihn in Frischhaltefolie verpackt etwa eine halbe Stunde im Kühlschrank.
Putzen und waschen Sie in der Zwischenzeit den Mangold, würfeln Sie die Stiele und schneiden die Blätter in Streifen. Schälen Sie die Zwiebeln und die Knoblauchzehen und hacken Sie beides fein. Dünsten Sie nun die geschnittenen Mangoldstiele zusammen mit Zwiebeln und Knoblauch etwa 4 Minuten in heißem Öl, fügen Sie dann die Blätterstreifen hinzu und lassen Sie die Streifen etwa 5 Minuten zusammenfallen. Jetzt wird das Gemüse mit Salz, Pfeffer und Muskat gewürzt.
Verrühren Sie nun die Sahne mit der Milch und den Eiern gründlich zu einer homogenen Mischung und würzen sie diese ebenfalls mit Salz, Pfeffer und Muskat. Rühren Sie zuletzt den geriebenen Käse unter die Mischung.
Der vorbereitete Teig wird nun ausgerollt und die eingefettete Form damit ausgekleidet. Verteilen Sie die Mangoldmischung auf dem Teig und gießen Sie den Eier-Käse-Guss darüber. Im vorgeheizten Backofen wird die Tarte bei 180 Grad Ober/Unterhitze rund eine Dreiviertelstunde lang gebacken.

Wir wünschen guten Appetit!

28. Juni

2018

Frühlingsgefühle – Einbildung oder Realität?

26. April 2018

Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, die ersten Blumen sprießen: der Frühling sorgt automatisch für bessere Stimmung und wir fühlen uns voller Energie und Tatendrang. Manch einer gerät sogar in einen wahren Gefühlsrausch. Doch wie genau entstehen eigentlich die berühmten Frühlingsgefühle? Was steckt hinter diesem Phänomen? Oder handelt es sich dabei um bloße Einbildung?

Prof. Dr. Matthias Weber von der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) erklärt: „Das Frühlingsgefühl existiert. Man spürt ein Gefühl der Aufbruchsstimmung, ein Gefühl, Ballast abzuwerfen von der kalten Winterzeit." Die gute Laune sei letztlich eine Sache der Hormone. Die Tage werden wieder länger und die steigende Lichteinwirkung führt im Körper zu einer reduzierten Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. Dadurch werden weitere hormonelle Veränderungen ausgelöst. „Das Glückshormon Serotonin steigt, aber auch Dopamin und Noradrenalin. Man fühlt sich aktiver und wacher", erläutert Professor Weber. Auch für Professor Günter Stalla vom Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie stecken Hormone hinter unserer Aufbruchsstimmung: „Natürlich gibt es Frühlingsgefühle beim Menschen, wie es auch Frühlingsgefühle bei den Tieren gibt. Der biologische Hintergrund ist letztendlich die saisonale Veränderung verschiedener Hormone, der Sexualhormone, Schilddrüsenhormone und anderer".
Alles nur eine Frage der Hormone? Der Münchner Professor Martin Reincke, renommierter Experte für Hormonerkrankungen, widerspricht dieser Auffassung entschieden: „Rein hormonell betrachtet gibt es die viel zitierten Frühlingsgefühle gar nicht. Echte Frühlingsgefühle kann man höchsten noch bei den Eskimos ausmachen". Ein Grund dafür sei unsere hoch industrialisierte Welt. Unmengen von Kunstlicht bringen den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus durcheinander. Das führe dazu, dass unsere Hormone gar nicht mehr auf den Wechsel der Jahreszeiten anspringen. „Für unsere Hormone ist immer Frühling", meint Professor Reincke. Seiner Meinung nach "spielen sich Frühlingsgefühle höchstens im Kopf ab".
Gibt es sie nun, oder gibt es sie nicht?
Welchem Experten man nun Glauben schenken mag, bleibt einem selbst überlassen. Nicht von der Hand zu weisen ist auf jeden Fall, dass ein schöner warmer Frühlingstag die Laune merklich bessert. Also, wie wäre es mit einem Spaziergang an der frischen Luft?



26. April

2018

Wie der Darm die Psyche steuert

26. April 2018

Wenn es um mögliche Ursachen für psychische Probleme geht, denken die meisten Menschen wahrscheinlich an seelische Belastungen, an starken Stress oder Überlastung im nervenaufreibenden Alltag. Den Darm haben dabei die wenigsten im Blick. Dabei besitzt gerade der Darm zahlreiche Möglichkeiten, um direkt auf unsere psychische Gesundheit zu wirken und Gehirn- und Nervenerkrankungen zu beeinflussen. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Darmbakterien.

Bauch und Psyche lassen sich nicht trennen. Bei Entscheidungen hören wir auch auf unser Bauchgefühl, bei Aufregung haben wir ein Kribbeln in der Magengegend, Stress und Anspannung verursachen Bauchschmerzen und Traurigkeit verdirbt uns den Appetit. Unser Gehirn und unser Bauch kommunizieren ganz offensichtlich miteinander.
„Es dürfte keine Hirnfunktion geben, die nicht von Bakterien in unserem Darm beeinflusst wird", stellt der Hirnforscher John Cryan vom University College Cork fest. Schon vor Jahren zeigte das Reizdarmsyndrom den Wissenschaftlern die Verbindung zwischen Darm und Gehirn auf. Die Patienten klagten nicht nur über heftige Bauchschmerzen und Durchfälle, sondern entwickelten zeitgleich Depressionen oder Angstzustände. Es stellte sich heraus, dass bei den Erkrankten bestimmte Bakterien häufiger, andere Mikroben dagegen seltener in der Darmflora vorhanden waren als bei gesunden Vergleichspersonen. Das Reizdarmsyndrom zeigte so deutlich den Zusammenhang zwischen Darm und psychischen Beschwerden auf.
John Cryan erklärt : „Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei der Vagus-Nerv". Der Vagusnerv führt von unserem Schädel bis zum Bauch und verästelt sich dabei in zahlreiche Nervenverbindungen, die viele Körperfunktionen steuern, wie den Speichelfluss, den Herzschlag oder die Verdauungsgeschwindigkeit. Der Vagus liefert aber auch in umgekehrter Richtung Informationen vom Bauch zum Gehirn, etwa angenehme Sättigungsgefühle oder Entspannungsgefühle. „Der Vagusnerv wird von verschiedenen Botenstoffen angeregt, zum einen von Stoffwechselprodukten verschiedener Darmbakterien, zum anderen von Botenstoffen aus Hormon- und Immunzellen im Darm", erklärt der Gastroenterologe und Hirnforscher Emeran Mayer von der University of California.
Der Schlüsselfaktor für ein gutes Zusammenspiel der beiden Protagonisten ist das Mikrobiom, also die Gesamtheit aller Bakterien, die in unserem Darm leben. Es gibt die guten Darmbakterien, die beispielsweise den Darm vor Infektionen schützen und die Darmzellen ernähren. Die schlechten Bakterien sorgen dagegen für Fäulnisprozesse, verdrängen die guten Bakterien und können so Erkrankungen auslösen.
Ein Beispiel für den Zusammenhang zwischen Darmbakterien, Ernährung und Psyche ist das Glückshormon Serotonin. Bereits 1996 zeigten Untersuchungen, dass die Ernährung und die im Darm lebenden Bakterien Einfluss auf gerade jene Darmzellen nehmen, die Serotonin herstellen.
Wissenschaftliche Studien finden immer mehr Belege dafür, welchen Einfluss Probleme im Darm auf unsere geistige Gesundheit haben. So lassen sich Angststörungen, Depressionen, ADHS und Autismus auch auf eine veränderte Darmflora zurückführen. Gerade für Menschen, die an Depressionen leiden, können diese Erkenntnisse hilfreich sein.
Zukünftig könnten neue Behandlungsmethoden zum Einsatz kommen, wie gezielte Probiotika-Therapien, Stuhltransplantationen oder sogar ein exaktes Mikrobiom-Screening von Patienten mit Depressionen für eine individuelle Behandlung.

Tipp: Wenn Sie wissen möchten, wie Sie den "schlauchen Schlauch in unserem Buch" bei seiner täglichen Arbeit unterstützen können, finden Sie beim "Darmversteher" Andreas Ulmicher viel Wissenswertes über die Funktionsweise des Darms, krankhafte Störungen und Probleme. Den aufschlussreichen Ratgeber des Heilpraktikers "Der Darmversteher" finden Sie hier in unserem Shop.


26. April

2018