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Die Nummer 1 der Antioxidanzien: Glutathion

Glutathion gilt als einer der Schlüsselstoffe unseres Immunsystems. Es ist an sämtlichen körpereigenen Heil- und Schutzmaßnahmen sowie an der Entgiftung beteiligt. Dr. Doortje Cramer-Scharnagl gibt in ihrem neuen Ratgeber praktische Tipps, wie wir selbst dafür sorgen können, dass unsere Glutathionspeicher immer gut gefüllt sind.


Frau Dr. Cramer-Scharnagl, was ist Glutathion?

Glutathion ist ein sogenanntes Peptid, ein „kleines Eiweiß“. Es kommt hochkonzentriert in fast allen Körperzellen des Menschen vor. Der Organismus kann selbst Glutathion bilden, indem er es aus den drei Aminosäuren Glutaminsäure, Cystein und Glycin zusammensetzt. Eine gewisse Menge Glutathion nehmen wir aber auch mit der Nahrung zu uns. Es ist im Körper in zwei Formen vorhanden: Als reduziertes Glutathion (GSH) – das ist die aktive Form, die z.B. als Radikalfänger wirkt – und als oxidiertes Glutathion (GSSG). Oxidiertes Glutathion kann der Körper wieder in GSH umwandeln und so „reaktivieren“. Ein sehr praktischer Mechanismus, denn nur so kann das Glutathion seine Aufgaben als ein Schlüsselfaktor unserer Gesundheit erfüllen.
Leider ist bei immer mehr Menschen das Glutathion-System beeinträchtigt und es kommt zu einem Mangel. Bemerkbar macht sich das zunächst oft durch verringerte Belastbarkeit und durch Erschöpfung. Aber auch viele Erkrankungen gehen mit einem deutlich nachweisbaren Glutathion-Mangel einher.

Wie wichtig ist Glutathion für den Körper?

Glutathion spielt eine herausragende Rolle für unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Es ist zum Beispiel eines der wichtigsten Antioxidanzien und Entgiftungsmittel des Körpers. Damit schützt es uns vor Schäden, die durch freie Radikale bzw. Umweltgifte entstehen und in deren Folge so unterschiedliche Erkrankungen wie Tumoren, Arteriosklerose, Diabetes, Demenz oder Autoimmunerkrankungen auftreten können. Für all diese Krankheitsbilder sind Zusammenhänge mit dem Glutathion-System festgestellt worden. Als „Radikalfänger“ schützt Glutathion auch bestimmte Strukturen in den Zellen, in denen die Energiebereitstellung des Körpers stattfindet: die Mitochondrien. Werden diese „Zellkraftwerke“ geschädigt, sinkt das Energieniveau. Zudem ist Glutathion wichtig für unser Immunsystem und mitbeteiligt an der Steuerung von Entzündungsreaktionen und zentraler Zellprozesse.

Kann man sich selbst behandeln?

Ja, das kann man durchaus probieren. Für eine Glutathion-Therapie stehen vor allem Nahrungsergänzungsmittel, aber auch diätische Lebensmittel sowie Rezeptur-Arzneimittel zur Verfügung. Sie sind nicht verschreibungspflichtig, und es besteht keine Gefahr von Nebenwirkungen. Allerdings sollte man einige wichtige Aspekte beachten, die ich in meinem Buch erläutere. Gezielter als die reine Selbstbehandlung wird es aber sein, die Glutathion-Behandlung von einem Therapeuten begleiten zu lassen. Dann kann z. B. die Dosis auf der Basis der Blutwerte individuell angepasst werden, und Behandlungserfolge sind konkret messbar. Auch hierzu gebe ich Tipps in meinem Buch.

 

Dr. Doortje Cramer-Scharnagl hat von 1994 bis 2006 in verschiedenen medizinischen Fach- und Ratgeberverlagen gearbeitet. Seit 2007 ist sie selbstständig als freie Redakteurin und Autorin im Buch- und Zeitschriftenbereich tätig. Zu ihren thematischen Schwerpunkten zählen: Medizin und Gesundheit, v.a. Komplementärmedizin, Naturheilkunde, aber auch Innere Medizin, Chirurgie, Fachberufe u.a.

 

13. March

2015